Lebenslauf

G

iorgos Kanaris studierte Gesang u.a. bei Josef Metternich in München und besuchte Kurse bei Helmut Rilling, Thomas Quasthoff in Stuttgart und die Meisterklasse bei Daphne Evangelatos an der Musikhochschule München. 

2005 erhielt er beim Grand Prix Maria Callas die Sonderehrung in der Kategorie Oratorium/Lied und wurde für verschiedene Konzerte mit Helmuth Rilling verpflichtet. 

In der Münchner Philharmonie und am Opernhaus Kairo trat er in Orffs CARMINA BURANA auf. Weitere Gastengagements führten ihn u.a. nach Athen, ans Prinzregententheater München, in das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth und zur Ruhrtriennale. 

Seit der Spielzeit 2009/2010 ist Giorgos Kanaris festes Ensemblemitglied am THEATER BONN. Er war u.a. als Marcello in Puccinis LA BOHEME, DON GIOVANNI, Enrico in Donizettis LUCIA DI LAMMERMOOR, Zurga in Bizets PERLENFISCHER und Belcore in Donizettis LIEBESTRANK, Papageno in Mozarts ZAUBERFLÖTE und Figaro in Rossinis BARBIER VON SEVILLA, Graf in Mozarts FIGAROS HOCHZEIT, Mandryka in R. Strauss ARABELLA, Posa in Verdis DON CARLO und Peter in Humperdincks HÄNSEL & GRETEL zu erleben. 

Außer dem Operngesang ist Giorgos Kanaris auch im Liedbereich tätig. Zu seinem Repertoire zählen Schumanns DICHTERLIEBE und LIEDERKREIS, Schuberts SCHWANENGESANG, WINTERREISE und DIE SCHÖNE MÜLLERIN, Ravels DON QUIXOTTE, sowie Lieder von R. Strauss und Pfitzner.

Giorgos Kanaris ist Preisträger des Schloss Laubach Wettbewerbs 2009. 2010 erhielt er den Preis der “Opernfreunde Bonn”, der alle zwei Jahre vergeben wird. Er war auch Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes für 2011. 

In der Spielzeit 2021/22 war er als Mandryka in R. Strauss ARABELLA und Posa in Verdis DON CARLO zu hören und in 2022/23 wird er die Partien des Moses in K. Weils AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY, des Grafen in FIGAROS HOCHZEIT und des Renato in Verdis EIN MASKENBALL singen.

Im April 2017 erschien auf den Markt die CD mit dem Titel “Songs of Yearning – Sehnsuchtslieder” von der Firma “Hänssler CLASSIC”, in dem er Beethovens AN DIE FERNE GELIEBTE und Schuberts SCHWANENGESANG interpretiert und im Januar 2020 wurde die letzte CD veröffentlicht mit dem Titel “Invitation au Voyage”, in dem er Chansons von Duparc, Ravel, Ibert und Debussy singt.

Repertoire

Oper
• W. A. MozartDon Giovanni(Don Giovanni & Masetto)
• W. A. MozartLa Finta Giardiniera(Nardo)
• W. A. MozartLe nozze di Figaro(Conte d’Almaviva)
• W. A. MozartDie Zauberflöte(Papageno)
• W. A. MozartCosi fan tutte(Guglielmo)
• G. RossiniIl barbiere di Siviglia(Figaro)
• G. RossiniIl matrimonio segreto(Conte Robinson)
• G. RossiniItaliana in Algeri(Taddeo)
• L. v. BeethovenFidelio(Don Fernando)
• G. DonizettiLucia di Lammermoor(Enrico)
• G. DonizettiL’elisir d’amore(Belcore)
• G. DonizettiDon Pasquale(Malatesta)
• G. PucciniMadama Butterfly(Sharpless)
• G. PucciniLa Bohéme(Marcello)
• G. PucciniLa Bohéme(Schaunard)
• G. PucciniTurandot(Ping)
• G. VerdiJerusalem(Count of Toulouse)
• G. VerdiTraviata(Giorgio Germont)
• G. VerdiUn ballo in maschera(Renato)
• G. VerdiDon Carlo(Posa)
• R. StraussArabella(Mandryka)
• R. StraussDer Rosenkavalier(Herr von Faninal)
• J. StraussDie Fledermaus(Dr. Falke)
• G. BizetCarmen(Escamillo & Dancairo)
• F. CavalliLa Calisto(Mercurio)
• G. F. HaendelRinaldo(Argante)
• G. F. HaendelEzio(Massimo)
• G. F. HaendelGiulio Cesare(Achillas)
• E. HumperdinckHänsel & Gretel(Peter)
• A. LortzingDer Wildschütz(Graf von Eberbach)
• O. NicolaiDie lustigen Weiber von Windsor(Herr Fluth)
• S. ProkofievDie Liebe zu den drei Orangen(Pantalone)
• M. RavelL’ heure espagnole(Ramiro)
• R. LeoncavalloI Pagliacci(Silvio)
• R. WagnerTristan und Isolde(Melot)
• L. DelibesLakmé(Fréderic)
• F. SchrekerDer Ferne Klang(Schmierenschauspieler)
• K. Weil Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (Dreieinigkeitsmoses)
Konzert Musik
• J. S. BachMagnificat
• J. S. BachMatthäus-Passion
• L. v. BeethovenAn die ferne Geliebte
• J. S. BachMesse in h-Moll
• J. S. BachWeihnachtsoratorium
• C. OrffCarmina Burana
• F. SchubertWinterreise
• F. SchubertSchwanengesang
• F. SchubertDie schöne Müllerin
• R. SchumannDichterliebe
• R. SchumannLiederkreis
• R. V. WilliamsSongs of Travel
• M. RavelDon Quichotte à Dulcinée
• J. IbertChansons de Don Quichotte
• H. DuparcMelodies
• G. FauréRequiem
• J. BrahmsEin deutsches Requiem
• J. HaydnDie Schöpfung
• V. UllmannDer Mensch und sein Tag – op. 47

Resonanz

Traviata – G. Verdi
“ Ein wahrer Publikumsliebling ist auch der griechische Bariton Giorgos Kanaris in der Rolle des Vaters Giorgio Germont, der unnachgiebig fordernd forsche Akzente setzt und stimmgewaltig forciert für Dynamik sorgt.”
Ansgar Skoda

Kultura-extra.de 02/04/2018

“Den stärksten Applaus erntete aber ein Bonner: Giorgos Kanaris, der seinen Giorgio in Höchstform sang.”
Guido Krawinkel

General-Anzeiger 10/04/2018

Le Nozze di Figaro – Mozart
“Dem Grafen verleiht GIORGOS KANARIS baritonal kraftvolle Umrisse”

“Der gestandene hauseigene Recke Georgios Kanaris mimt und singt den Grafen sehr sonor und achtbar“

“…den Reizen des von Giorgos Kanaris körperlich wie stimmlich ausgesprochen vital präsentierten Grafen…”

“Giorgos Kanaris kann seiner noblen und eleganten Stimme durchaus Akzente von aggressiver Verführungskraft beimischen”

“Giorgos Kanaris ist ein Graf Almaviva, der stets mit gefälliger Baritonstimme den Ton angibt”

“Giorgos Kanaris als Almaviva strahlt viel virile Grandezza aus”

Don Giovanni – Mozart
Giorgos Kanaris ist in der Titelrolle als Sänger wie Darsteller ein überzeugender Verführer und charismatischer Edelmann…das Haus verfügt einen Don Giovanni, der kaum Wünsche übriglässt, den Brutalo ebenso wie den Melancholiker zu artikulieren weiß.
Ralf Siepmann

Opernnetz 13/12/2016

Giorgos Kanaris ist ein metallisch strahlender, permanent auftrumpfender, jederzeit großartiger und großsüchtiger Giovanni.
Stefan Schmöe

Online Musik Magazin 12/12/2016

Lucia di Lammermoor – Donizetti
Der griechische Bariton Giorgos Kanaris ist bei den Bonner Musikfreunden offenkundig sehr beliebt, seine kontinuierliche Repertoireausweitung, welche Vielseitigkeit demonstriert, ist in der Tat vorbildlich. Für den sinistren Enrico wirkt seine Stimme indes noch etwas zu chevaleresk, auch wenn die Interpretation den Charakter insgesamt gut erfasst.
Christoph Zimmermann

Theaterpur.net 30/10/2016

Giorgos Kanaris war mit höhenstarkem, eher schlankem Bariton ein intensiver, einiges Charisma entwickelnder Enrico.
Thomas Tillmann

Online Musik Magazin 01/11/2016

La Bohéme – G. Puccini
Der griechische Bariton hat sich an der Bonner Oper kontinuierlich entwickeln können, die Stimme angemessen expandieren lassen. Sein Marcello erfreut mit maskuliner Kantabilität.
Christoph Zimmermann

Der Neue Merker 27/09/2016

Madama Butterfly – G. Puccini
Nuancierter in der Rollengestaltung geht der großartige Bariton Giorgos Kanaris vor, der als Sharpless erstaunlich viel Empathie zeigt.
Bernhard Hartmann

Bonner Rundschau 19/04/2016

Giorgos Kanaris gewinnt in der Rolle des US-Konsuls Sharpless das Publikum mit fein geführter, flexibler und nuancenreicher Baritonstimme.
Ralf Siepmann

Opernnetz 29/04/2016

Giorgos Kanaris porträtiert den Sharpless überzeugend und nobel mit seinem volltönden Kavaliersbariton.
Christoph Zimmermann

Der Opernfreund 18/04/2016

Der Bariton Giorgos Kanaris überzeugte mit seinem Gesang und wurde vom Publikum groß gefeiert.
EXPRESS

Bonn 21/04/2016

Giorgos Kanaris ist ein stimmlich durchsetzungsfähiger, szenisch sehr steifer Konsul, was hier wohl zum diplomatischen Habitus gehören soll.
Stefan Schmöe

Online Musik Magazin 17/04/2016

Cosi fan tutte – W.A.Mozart
Den etwas raubeinigeren Guglielmo singt Giorgos Kanaris mit markanter Baritonfärbung, die seine Darstellung kraftvoll unterstreicht.
Bernhard Hartmann

General Anzeiger-Bonner Rundschau, Bonn 08/12/15

Giorgos Kanaris gibt den Guglielmo baritonal vollmundig und kraftvoll.
Christoph Zimmermann

Theaterpur.net, Bonn 08/12/15

Kanaris mit hoher Affinität zu den Kantilenen seiner Partie und Auftritte.
Ralph Siepmann

Opernnetz.de, Bonn 08/12/15

Rinaldo – G. F. Haendel
Als Argante war Giorgos Kanaris ein Ereignis, weil er mit gröstmöglicher Spiellaune und herrlichem Bariton ein perfektes Rollenprofil schuf.
Bernhard Hartmann

General Anzeiger-Bonner Rundschau, Bonn 02/12/14

Giorgos Kanaris als baritonal wetterfester und äußerst spielfreudiger Argante.
Christoph Zimmermann

Theaterpur.net, Bonn 02/12/14

Besonders begeistert Giorgos Kanaris als Argante. Mit kräftigem Bariton stattet er den König von Jerusalem aus und bietet damit einen schönen Ausgleich zum ansonsten nur mit hohen Stimmen besetzten Abend.
Thomas Molke

Online Musik Magazin, Bonn 02/12/14

Giorgos Kanaris hatte mit seinem deftigen komödiantischen Spiel als Argante die Lacher jeweils auf seiner Seite. Seinen kräftigen hellen Bariton setzte er erstaunlich beweglich in seinen Koloraturen ein.
Manfred Langer

Der Opernfreund, Bonn 02/12/14

Stimmgewaltig brachte dagegen Giorgos Kanaris als Argante seinen Baß klangschön mit weichen Übergängen zwischen den Registern ein.
Zenner

Operapoint 02/12/14

Fidelio – L.v. Beethoven
Der Minister erhielt seine milde Würde durch Giorgos Kanaris.
Bernhard Hartmann

General Anzeiger-Bonner Rundschau, Bonn 30/09/14

Die Zauberflöte – W. A. Mozart
Giorgos Kanaris als herrlich komischer Papageno, der am Ende der Oper noch geistesgegenwärtig genug ist, einen hakenden Vorhang eigenhändig herunterzuziehen.
Bernhard Hartmann

General Anzeiger, Bonn 15/12/14

Auch Giorgos Kanaris, ein treuherzig tumber Papageno zum Liebhaben, mit seinem warmen und flexiblen Bariton.
Gunild Lohmann

General Anzeiger, Bonn 15/04/14

Schwanengesang – Schubert
Bei Giorgos Kanaris ist der „Schwanengesang“ in den besten Händen. Dass der Bonner Opernbariton auch Lied kann, hat er schon mehrfach bewiesen, und auch an diesem Abend ist auf seine ausdrucksvollen Interpretationen Verlass. Kanaris gestaltet die Stimmungswechsel rund um Sehnsucht und unerwiderte Liebe, Fern- und Heimweh, Schmerz und Glück mit nobler Zurückhaltung; kein Ausbruch geht zu Lasten des Wohlklangs, den seine Stimme über ihrem sonoren Bassfundament auch in den hohen Registern produziert. Dennoch bleibt der Bariton dramatischen Liedern wie dem „Atlas“ oder „Doppelgänger“ in vokaler Hinsicht nichts schuldig: Wenn er aufdreht, ist sein Singen auch physisch imposant.
Gunild Lohmann

General Anzeiger, Bonn 18/02/14

Barbier von Sevilla – Rossini
Giorgos Kanaris ist ein durch und durch solider Figaro, mit schlanker und beweglicher, dabei durchsetzungsfähiger Stimme, souverän in allen Passagen.
Stefan Schmöe

Online Musik Magazin, Bonn 21/01/13

Winterreise – Schubert
Kanaris, unter anderem mit dem Preis der Bonner Opernfreunde ausgezeichnet, hat in den Produktionen des Bonner Hauses vor allem mit einer sehr eleganten Stimme auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt im Liedfach wirkt er nicht weniger überzeugend: Sein heller Bariton, der hohe Lagen ohne jede Anspannung bewältigt, nimmt vom ersten Takt an für sich ein, in der Tiefe kommt eine schöne Wärme hinzu.Giorgos Kanaris begegnet der Düsternis der „Winterreise“ sehr vorsichtig, mit ruhigem Erzählton und ausgefeilter Legatokunst. Er verzichtet auf Manierismen und Larmoyanz. Seine Interpretation wirkt sensibel, aber nicht sentimental. Von anderen Sängern mag man schärfere Akzentuierungen gewohnt sein – Kanaris bleibt seinem Konzept des Wohlklangs treu. Und das trägt ihn über 24 behutsam ausgeformte Lieder, unter denen das mit gleichsam ruhiger Andacht genommene „Wirtshaus“ den vielleicht stärksten Eindruck machte.
Ulrich Bumann

General-Anzeiger, Bonn 08/02/12

La Finta Giardiniera– Mozart
Giorgos Kanaris gibt einen komödiantischen, klar konturierten und klangschönen Diener Nardo.
Stefan Schmöe

Online Musik Magazin, Bonn 07/11/11

…und Giorgos Kanaris punktet mit herrlichem Bariton als der ihr verfallene Nardo
Bernhard Hartmann

General-Anzeiger, Bonn 08/02/11

Der Ferne Klang – Schrecker
…und Giorgos Kanaris als stimmgewaltiger und präsenter Schauspieler in einer hervorragenden Besetzung.
Stefan Schmöe

Online Musik Magazin, Bonn 10/12/11

Dichterliebe – Schumann
Kanaris fand mit seinem schlank und sauber geführten Bariton im Laufe der „Dichterliebe“ immer mehr zu einer vertiefenden Darstellung von Heines Lyrik.

General-Anzeiger, Bonn 11/05/10